Der FC St.Gallen ist
erfolgreich in die
Superleague gestartet.
Spätestens aber, wenn
die nächsten Chaoten im-
und um das Stadion
wüten, wird die Freude
schnell wieder getrübt
sein. Mögliche
Gewaltausschreitungen
bedeuten für den
ältesten Fussballclub
der Schweiz ein
unsicheres Umfeld. Es
ertönt der Ruf nach
stärkerer Inpflichtnahme
der Vereine, weil die
Allgemeinheit nicht
bereit ist, die
Ausschreitungen zu
bezahlen. Das würde aber
alle Fussball- und
Eishockeyspitzenclubs in
unserem Land in Kürze in
den finanziellen Ruin
treiben. Das kann und
darf es nicht sein. Als
Bürger sind wir in der
Pflicht, auch zum Schutz
unserer Jugend, Lösungen
zu suchen. Was ist zu
machen? Vorweg sei
erwähnt, dass der
Eskalation der Gewalt in
der Regel leider nur mit
grösseren
Polizeiaufgeboten
begegnet werden kann -
Eine traurige Tatsache.
Wir werden deshalb nicht
darum herumkommen, so
wie im Ausland, Fans vom
Wohnort bis zum Stadion
zu begleiten. Die
Aufrechterhaltung der
Sicherheit und Ordnung
muss uns das wert sein.
Schliesslich leisten wir
uns in gewissen
Drogenrehabilitationszentren
auch einen Betreuer pro
zwei Insassen. Hingegen
mit Sporttotogeldern
finanzierte
Gewaltpräventionsprojekte
wie in Rapperswil und
anderen Orten werden das
Problem wahrscheinlich
nicht lösen. Sie dienen
in erster Linie der
Gewissensberuhigung der
Behörden. Viel wichtiger
wären die konsequente
Anwendung und
Verschärfung des
Strafrechtes.
Andernfalls kommt der
Zeitpunkt, da unser
Staat nicht mehr Herr
der Lage ist. Dieser
Entwicklung muss mit
aller Härte und
Entschiedenheit
entgegengetreten werden.
Zu diesem Zweck werden
zukünftig alle im Land
verfügbaren
Sicherheitskräfte noch
enger zusammenarbeiten
müssen. Weiter ist es
dringend notwendig, dass
auch unsere
rechtsgelehrten
Advokaten, Richter und
Staatsanwälte den Puls
der Stunde spüren und
die Schraube bei den
Strafmassen anziehen.
Die sich als Chaoten
entpuppenden Fans sind
knallhart anzufassen,
auch aus Rücksicht auf
die übergrosse, sich
korrekt verhaltende
Mehrheit. Zu prüfen,
wenn auch sehr
schwierig, ist die
Einführung von
Schnellgerichten. Es ist
nicht zu vergessen, dass
die Hemmschwelle für
Gewaltanwendung generell
ständig sinkt, die
Straftaten sich in den
letzten 20 Jahren
verdreifacht haben und
die
Ausländerkriminalität
bedrohliche Formen
angenommen hat. Diese
Fakten müssen uns
nachdenklich stimmen.
Die Sicherheit hat aber
ihren Preis. Sorgen wir
dafür, dass die
Steuergelder im Inland
eingesetzt werden, zB.
für genügend
Sicherheitskräfte, nicht
für teure
Entwicklungshilfe und
andere unnötige Projekte
im Ausland. Dann können
wir in St.Gallen auch
zukünftig friedliche
Fussballspiele
geniessen.