Gewalt: Wir stehen alle in der
Verantwortung
Mit
Interesse habe ich die Berichte
der vergangenen Tage über
Gewaltausbrüche in Altstätten,
Fussballmatch St.Margrethen,
Bahnhof Heerbrugg usw gelesen.
Wenn das Rheintal auch nach wie
vor als relativ sicherer
Lebensraum bezeichnet werden
darf, sind doch Auswüchse der
letzten Zeit nicht mehr normal.
Es sei vorweg festgehalten, dass
derartige Fehlentwicklungen
nicht allein durch die
Sicherheitsbehörden korrigiert
werden können. Gefragt sind
vielmehr auch alle anderen
Entscheidungsträger, welche ihre
Verantwortung mit Zivilcourage
und ohne wenn und aber
wahrnehmen. Ich kenne in unserem
Tal zu viele sogenannte
„Persönlichkeiten“, welche mir
für meine politische Arbeit oft
Ratschläge erteilen, selber aber
nie an der Oeffentlichkeit etwas
zu bewirken versuchen. Ich bin
deshalb ebenso beunruhigt über
einzelne verbreitete
Lösungsansätze. Wenn gewisse
Personen und Medienschaffende
meinen, man könne
gesellschaftliche
Fehlentwicklungen, für die wir
alle verantwortlich sind, mit
mehr Reglementen, mit der
früheren Schliessung von
Lokalen, mit einer eigenen
Stadtpolizei, mit hilflosen
privaten Sicherheitsdiensten,
mit runden Tischen über die
Kindererziehung usw.
korrigieren, dann verkennen sie
den aktuellen Zeitgeist.
Eigentlich wäre alles ganz
einfach: Wir brauchen Lehrer,
die die Probleme beim Namen
nennen, Eltern, die sich für
ihre Kinder Zeit nehmen und eine
Justiz, die im Land für Ordnung
sorgt. Da dies aber in unserer
Gesellschaft nur noch bedingt
möglich ist, müssen leider
andere Massnahmen Platz greifen.
Handlungsbedarf besteht bei der
stärkeren Inpflichtnahme der
Eltern. Im weiteren brauchen wir
eine klar höhere Polizeipräsenz.
Dabei sind die Synergien
zwischen kantonaler Polizei, dem
Grenzwachtkorps und der
militärischen Sicherheit viel
besser zu nutzen. Parallel dazu
sind technische Hilfsmittel wie
Videokameras einzusetzen. Wir
benötigen ein Strafrecht,
welches die Täter abschreckt und
Richter, die die Opfer, nicht
die Täter schützen. Das
Jugendstrafrecht muss verschärft
oder mindestens konsequent
durchgesetzt werden. Ob es
unsere Elite glauben will oder
nicht, in der Schweiz, jede
Statistik beweist es, besteht
ein Problem der
Ausländerkriminalität.
Demzufolge muss hier hart
durchgegriffen werden,
allenfalls auch mit
Ausschaffungen. Unsere
Gefängnisse, deren Insassen
übrigens zu 75% Ausländer sind,
müssen wieder zu Strafanstalten,
nicht zu Wohlfühloasen werden.
Somit sind wir alle in diesem
Land dringend gefordert, dem
geltenden Recht wieder zum
Durchbruch zu verhelfen, bevor
es zu spät ist.
Oskar Gächter,
9442 Berneck
Kantonsrat SVP
01.05.09