Doppelter Appell
Der Leidensdruck
der Rheintaler Bevölkerung
steigt
(„Bestimmt Vorarlberg über den
Verkehr in Diepoldsau?“,Leserbrief
Hans Zäch vom 23.07.10)
Herr Zäch fragt
in seinem Leserbrief, weshalb
die Volksvertreter nicht in die
Offensive gehen. Ich weise
darauf hin, dass das Thema
„Verkehrslösung Rheintal“ schon
geraume Zeit auf der Agenda der
SVP Rheintal steht. Letztmals
habe ich persönlich am 23.10.09
in einem Leserbrief
Kampfmassnahmen in Aussicht
gestellt. Ich wurde dann
gebeten, den Schlussbericht
„Mobil im Rheintal“ der
Vorarlberger Landesregierung
abzuwarten. Der für Herbst 2010
versprochene Bericht soll die
Grundlage für die einstweilige
Lösung der grenzüberschreitenden
Verkehrsprobleme im Rheintal
bilden. Die SVP Rheintal hat
schon andernorts eine Lösung bis
zum Jahre 2017 gefordert. Der
durch Herrn Zäch angesprochene
durch Oesterreich geplante
Autobahnanschluss beim
Schweizerhaus (in unmittelbarer
Nähe von Diepoldsau) ist in das
Gesamtprojekt des
Autobahnzusammenschlusses
einzubeziehen. Nur so kann das
Dorf Diepoldsau endgültig von
der immensen Verkehrsbelastung
befreit werden. Sollte der
Zeithorizont 2017 in der Studie
„Mobil im Rheintal“ nicht klar
erkennbar sein, wird die SVP
Rheintal konkrete Massnahmen in
die Wege leiten. Dieses
Unterfangen gelingt aber nur,
wenn die Standortgemeinden und
die Rheintaler Bevölkerung
mithelfen. Der Druck muss von
unten kommen. Denn meine
Interpellation (politischer
Vorstoss an die Regierung) hat
gezeigt, dass sich die St.Galler
Regierung leider nur halbherzig
für eine rasche Lösung des
Verkehrsproblems im Rheintal
einsetzt. Insofern ist der
Leserbrief von Herrn Zäch genau
der richtige Weg. Nun sollten
aber Weitere folgen.
Im übrigen gehe
ich mit Herrn Zäch einig, dass
der politische Kontakt nach
Vorarlberg völlig unzureichend
ist. Wer sich vor
Ueberraschungen schützen will,
muss einen intensiven Kontakt
pflegen. Angesprochen sind
unsere Regierung und die
Gemeindepräsidenten. Von der
Regierung weiss man, dass sie
sich jährlich lediglich 1x mit
der Vorarlberger Landesregierung
trifft, was natürlich mehr als
ungenügend ist. Um den
Rheintaler Anliegen mehr
behördliches Gewicht zu
verleihen, bestehen die zwei
Institutionen „Verein St.Galler
Rheintal“ und „Rheint.
Grenzgemeinschaft“. Die Führung
der zwei Vereinigungen besteht
vorwiegend aus
Gemeindepräsidenten. Im Rahmen
meiner Mitgliedschaft stelle ich
fest, dass die Kontaktpflege zu
Vorarlberg primär
gesellschaftlicher und
kultureller Art ist. Konkrete
politische Traktanden sind eher
selten. Vielmehr werden die
gutnachbarlichen Beziehungen
gepflegt und betont. Herr Zäch
ortet in seinem Leserbrief auch
in diesem Bereich zurecht
Handlungsbedarf.
Packen wir also
das Rheintaler Verkehrsproblem
möglichst gemeinsam und
nachhaltig an, bevor wir im
Verkehr ersticken, denn der
Leidensdruck der Rheintaler
Bevölkerung steigt