Minarettgedanken zum
neuen Jahr
Drei
von vier Rheintalerinnen und
Rheintaler haben vor wenigen
Wochen entgegen den Beteuerungen
der politischen Elite der
Minarettinitiative zugestimmt.
Die grossen Parteistrategen
ausserhalb der SVP, die
Wirtschaft, die Kulturpäpste,
die meisten Chefredaktoren und
schliesslich die Kirche, alle
haben versagt. Trotzdem stellen
sie die siegreiche Mehrheit als
Hinterwäldler und Fremdenhasser
hin. Es war ja schon merkwürdig
genug, wie diese Elite die
Ausbreitung einer Religion, die
kleine Mädchen beschneidet,
Kinder zwangsverheiratet und
Frauen steinigt, unterstützen
konnte. Diesen Leuten muss
dringend in Erinnerung gerufen
werden, dass sie nicht wissen,
was im Volk vorgeht und deshalb
einer fatalen Fehleinschätzung
unterlagen. Fehleinschätzungen
führen bekanntlich zu
Niederlagen. Niederlagen
wiederum sind zu akzeptieren,
haben wir schon als Kinder
gelernt. Nicht so die geistige
Führung unseres Landes. In ihrer
Verlegenheit entschuldigt sie
sich beim Ausland, geisselt die
fehlende Toleranz ihres Volkes
und versteckt sich in ihrer
Harmoniesucht hinter den
Menschenrechten. Diese Elite
muss aufpassen, dass sie nicht
unter die Räder des Volkes
gerät, jenes Volkes, dem sie die
bedingungslose Einhaltung ihrer
Regeln predigt, sich selber aber
nicht daran hält. Besser wäre
die Elite beraten, wenn sie sich
schleunigst mit der Frage
auseinandersetzen würde, weshalb
so viele Bürger(innen) ja
gestimmt haben. Vielleicht
würden dann auch unsere
Bundesrätinnen endlich die
richtigen Schlüsse ziehen,
nämlich die Aengste und Sorgen
des Schweizervolkes ernst
nehmen.
Wir
Rheintaler haben allen Grund,
uns am Abstimmungsresultat zu
freuen. Lassen wir uns auch im
neuen Jahr nicht vom Bundesrat
und vom Ausland diktieren, ob
eine Initiative gültig sei oder
nicht. Weder die Menschenrechte
noch das Völkerrecht werden die
beste Demokratie der Welt
abschaffen können. Im Gegenteil,
auch zukünftig hat, wer in der
Schweiz lebt, sich an die
Gesetze und Regeln unseres
Landes zu halten. Insofern hat
uns Schweizer die
Minarettinitiative wie selten
gestärkt und vereint, indem
nämlich alle, Frauen, Männer,
Junge, Alte, Welsche, Städter,
Secondos usw der Initiative zum
Durchbruch verholfen haben. Und
nochmals etwas Positives hat die
Initiative gebracht: Sie hat
flächendeckend die notwendige
Debatte über das Verhältnis zu
den Moslems und über das
Ueberfremdungsproblem allgemein
neu lanciert. Deshalb dürfen wir
vor allem in unserer engeren
Heimat erhobenen Hauptes den
politischen Entscheiden des
begonnenen Jahres entgegensehen.
Oskar Gächter, Berneck
Kantonsrat SVP
01.01.2010