Verkehrsproblem Rheintal
(Bericht Samuel
Tanner vom 13.12.11)
Als
Verkehrsreferent der SVP
Rheintal, aber auch aus
beruflichen Gründen, befasse ich
mich in der Tat seit längerer
Zeit intensiv mit dem
grenzüberschreitenden
Verkehrsproblem im Rheintal. Vor
einigen Wochen hatte ich der
Redaktion dieser Zeitung
dargelegt, weshalb die unter
Vorarlberger Leitung stehende,
offizielle Planung mit grossen
Problemen konfrontiert ist. Der
junge Redaktor hat sich in
seinem Artikel primär mit meiner
Person befasst. Dadurch hatte
die eigentliche Sache im Artikel
nicht mehr genügend Platz, indem
auf die das Problem erklärende
Begründung meiner Argumentation
verzichtet wurde. Ich möchte
deshalb nochmals anführen,
weshalb alle Zeichen daraufhin
deuten, dass der langersehnte
Zusammenschluss der beiden
Autobahnen erneut eine völlig
unverantwortbare Verzögerung
erfahren wird und deshalb
unbedingt eine neue Planung in
Angriff genommen werden muss.
Die St.Galler
Regierung steht der Sache
gegenüber trotz mehrfacher
Aufforderung abseits, weil sie
der Ansicht ist, es handle sich
primär um ein österreichisches
Problem. Schweizerseits sind
aber ebenso viele Personen von
Verkehrsproblemen geplagt. Die
Haltung unserer Regierung hat
dazu geführt, dass die
Vorarlberger Planer ihre eigenen
Prioritäten in den Vordergrund
stellen konnten. Für sie steht
nicht eine grenzüberschreitende
Lösung-, sondern eine
Entlastungsstrasse auf ihrem
Staatsgebiet im Vordergrund. Die
Vorarlberger Planer möchten am
Ende der Entlastungsstrasse im
Bruggerloch gegenüber
St.Margrethen den Verkehr für
sie möglichst kostengünstig in
die Schweiz überführen. Die
vorgesehenen Varianten tangieren
aber erneut Naturschutz-und
Naherholungsgebiete, sodass in
Vorarlberg erbitterter
Widerstand gegen die offiziellen
Varianten entstanden ist. Kommt
hinzu, dass der Entscheid
überhaupt nichts mit einer
Rheintaler Gesamtverkehrslösung
zu tun hätte. Die Fahrzeuge aus
Richtung Arlberg würden nicht
bis nach St.Margrethen fahren,
um die Fahrt nachher Richtung
Sargans fortzusetzen. Abgesehen
vom gigantischen, ökologischen
Unsinn würden diese Autos und
LKW nach wie vor den
Grenzübergang Diepoldsau
benutzen und das dortige grosse
Verkehrsproblem noch
verschärfen. Eine für sie
typische Rolle spielt das Land
Liechtenstein. Es blockt nach
wie vor sämtlichen Verkehr von
seinem Land ab. Deshalb ist auch
die dortige Regierung dringend
in die Verantwortung für eine
Gesamtlösung einzubeziehen, was
bis anhin nicht der Fall war.
Schliesslich ist die Rheintaler
Politik gefordert, sich für eine
vernünftige Verhältnismässigkeit
einzusetzen. Währenddem im
Rheintal für den öffentlichen
Verkehr erneut Dutzende von
Million aufgewendet werden, sind
wir im viel grösseren
Strassenverkehrsproblem nach wie
vor weit von einer Lösung
entfernt.
Als Fazit ist
festzuhalten, dass eine neue
Planung immer mehr in den
Vordergrund rücken muss. Der
aktuelle Scherbenhaufen und eine
erneute jahrelange Verzögerung
führen höchstens dazu, dass wir
aufgrund der jährlichen 2,5%igen
Verkehrszunahme relativ rasch im
Verkehr ersticken werden. Die
SVP Rheintal, allenfalls mit
Unterstützung weiterer
Institutionen beidseits des
Rheines wird die beiden
Regierung schriftlich
auffordern, gemeinsam eine neue
Standortbestimmung vorzunehmen.
Sollten wir uns kein Gehör
verschaffen können, wären
endgültig Strassenblockaden zu
prüfen.
Oskar
Gächter, Berneck 23.12.2011